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Workshop Kurzbeschreibung

mit AG Angaben

Workshop 2011

“Das ICH und die Welt der Quanten: Die Suche nach der Realität“

„The idea of a dream from which you can never wake up is not the idea of a dream at all: it is the idea of reality“

Wir träumen und denken im

Landschulheim Königskrug bei Braunlage/Harz

während der Herbstferien: Samstag, 8.10., 8.30 Uhr (Abfahrt Kassel, Busbahnhof am Bahnhof Wilhelmshöhe) bis Mittwoch, 12.10., 20.00 Uhr (Rückkehr)

Teilnahmegebühr:    € 210.- (Jugendliche, Studenten), € 230.- (Verdiener)

für Fahrt, Übernachtung im Mehrbettzimmer, Verpflegung, Programm (Vorträge auswärtiger Referenten, Arbeitsgruppen), Fahrt zu GEO 600 und Besichtigung (Gravitationswellenexperiment)

Aufpreis: Doppelzimmer: 20.-; Einzelzimmer:  40.-, Ferienwohnung: zusätzlich 40.-

                  Outdoor-Event: 35.- (Organisiert von valyou –outdoortraining)

 

Einführungsvortrag zu GEO 600 am Do, 29.9., 19.00 Uhr, Albert-Schweitzer-Schule, Neubau:

Ilian Eilmes:  Gravitationswellen; Entstehung und Nachweismöglichkeiten

 

Adressaten:

 

Schülerinnen und Schüler mit entsprechenden Interessen ab Klasse 8 oder 9, Studentinnen und Studenten, Lehrerinnen und Lehrer, alle an Philosophie und Naturwissenschaften Interessierte

 

Ablauf:

Abfahrt Busbahnhof Wilhelmshöhe Sa, 8.10., 8.30 Uhr

Ankunft im Harz gegen 10.30 Uhr, Beziehen der Zimmer, Beginn des Workshops mit dem Mittagessen

Täglich Arbeitsgruppen, Vorträge, Plenumssitzungen, Sternbilderführungen

Freizeitprogramm: Filmabend, Outdoor-Event

Ende des Workshops mit dem Mittagessen am 12.10., danach Auf- und Einpacken

Fahrt nach GEO 600: Mi, 12.10. gegen 14.00 Uhr, Besichtigung und Führung

Anschl. Rückfahrt nach Kassel von Hannover

Ankunft in Kassel gegen 20.00 Uhr

 

Referenten:

Jonas Schmöle, MSc, Quantum Optics, Quantum Nanophysics, Quantum Information, Faculty of Physics, University of Vienna:

-          Lokalität oder Realität – die Bedeutung der bellschen Ungleichungen

Die bellschen Ungleichungen erlauben einen elementaren Test der Quantenphysik. Im Vortrag wird erläutert, welche Bedeutung sie für unser Weltbild haben und es wird ein Überblick über entsprechende Experimente gegeben.

Prof. Dr. Sven Walter, Institute of Cognitive Science, Universität Osnabrück:

-          „Der kognitionswissenschaftliche Angriff auf die Freiheit: Sinn und Unsinn“

KP Haupt:

-          Die Quantenmechanik ist nicht zu verstehen, aber sie erklärt die Welt!

-          Aus Möglichkeiten werden Fakten: Dekohärenz ermöglicht die Konstruktion der (klassischen) Welt

Arbeitsgruppen:

Jeder sollte an zwei AGs teilnehmen, möglichst eine aus dem Bereich Philosophie/Kognition und eine aus dem Bereich Physik. Dazu bitte insgesamt mind. vier AG – Wünsche entsprechend auswählen.

Insgesamt arbeiten wir mit Vorträgen, Plenumsveranstaltungen, Podiumsdiskussionen und Gruppensitzungen.

AG 2, 6, 16 und 17 sind auch für jüngere Schüler/innen geeignet.

AG 1: Der freie Wille, eine Illusion?

Was ist ein Willensakt? - Was heißt „frei“? - Determinismus und Willensfreiheit - Repräsentation von Wahrnehmungen eigener Motive

AG 2: Das Höhlengleichnis von Plato

Welt der Ideen – Realität - Widerspruch von Aristoteles - moderne Bedeutung

AG 3: Konstruktivistische Erkenntnistheorie: Wir konstruieren uns unsere eigene Wirklichkeit

Realität – Wirklichkeit – Konstruktion von Wahrnehmungen

AG 4: Die Philosophie des Realismus

Abgrenzung gegen Idealismus und  Instrumentalismus – Einsteins Vorstellungen von Realität – Kanitscheiders Konkordanzargument: Wann ist etwas real? – Modell und Realität

AG 5: Wissenschaft und Wahrheit

Wissenschaftstheorie: Was ist die Methode der Wissenschaften? - Induktivismus – Poppers Falsifikationismus – Lakatos´sche Forschungsprogramme – Kuhns Paradigmenwechsel – Feyerabend: Alles ist möglich…

AG 6: Gebrauchsanweisung für ein Gehirn

Wie funktioniert Denken und Erkennen? - Die Entwicklung des Geistes beim Aufwachsen – Geistige Evolution

AG 7: Ist das ICH eine Illusion?

Wozu wir kein Bewusstsein benötigen – Eigenschaften des menschlichen Bewusstseins – Bewusstseinsmodelle (Roth: Alles Neue ist bewusst, Metzinger: Das Ich ist eine Illusion, Dörner: Das Ich und die phonologische Schleife, Singer: Das Bewusstsein wird erlernt – Evolutionäre Entwicklung von Bewusstsein – Bewusstseinsstadien – Bewusste Maschinen: Die Nachfahren der Menschen?!

AG 8: Was ist Quantenmechanik?

Was ist ein Quant? Wahrscheinlichkeitswellen, Operatoren erzeugen Zustände, Unbestimmtheiten

AG 9: Es gibt keinen Dualismus zwischen Welle und Teilchen

Quanten sind weder Wellen noch Teilchen, was dann?

AG 10: Lokal-realistische Theorien und das Paradoxon von Einstein, Podolski und Rosen: Gebeamt wird nur die Seele

Kann man die Unbestimmtheit überlisten? Verschränkung und Beamen

AG 11: Experimentelle Philosophie

Wie lassen sich philosophische Vorstellungen über die Welt durch Experimente überprüfen?

AG 12: Einsteins Auffassungen von der Wirklichkeit

Einstein war ein klassischer Physiker mit klassischer Vorstellung von der Realität

AG 13: Briefwechsel zwischen Einstein und Bohr: Kann man die quantenmechanische Beschreibung der physikalischen Wirklichkeit als vollständig betrachten?

Verstehen von Einsteins Argumenten und Bohrs Widersprüchen an Originalver-öffentlichungen

AG 14: Deutung der Quantenmechanik durch verborgene Variable (Bohm, Bell)

Gibt es determinierte Prozesse auf einer tieferen Realitätsebene, die die Zufälligkeiten der Quantenmechanik bestimmen? Verborgene Variable der klassischen Wärmelehre sind Bewegungsenergie und Impuls der Atome, die makroskopische Größen wie Druck und Temperatur bestimmen.

AG 15: Quantenmechanik und Realität (DeWitt): Lebt Schrödingers Katze in einem anderen Universum?

Überlagerung von Zuständen, wie werden aus Möglichkeiten Fakten?, gibt es einen Zustand zwischen Leben und Tod? Viel-Welten-Theorie als zu akzeptierendes Modell?

 

AG 16:Optische Täuschungen

Unser visuelles System zeigt uns kein Abbild der Welt, unser Gehirn interpretiert elektrische Signale von den Sehzellen. Wie kann es dabei zu optischen Täuschungen kommen?

AG 17: Frage nie nach dem Weg!

Wie Messungen die Realität verändern – Heisenbergs Unbestimmtheitsbeziehung – Gibt es Wege im Mikrokosmos?

AG 18: Wie real sind Raum und Zeit?

Quantenloopgravitation - Die Illusion des Jetzt –Die Relativität der Gleichzeitigkeit – Was ist eigentlich Raum? Was ist Zeit?

AG 19: Wie real sind virtuelle Teilchen?

Was sind virtuelle Teilchen? - Unbestimmtheit von Energie und Zeit – Leerer noch als leer: Der Casimir-Effekt – Virtuelle Teilchen bewirken das Aussenden von Licht (spontane Emission ist nicht spontan) 

AG 20: Die Quantentheorie – eine Herausforderung an die Philosophie

Erkenntnistheoretische und philosophische Perspektiven – Besteht die Realität nur aus Relationen?

 

 

 

 

 

 Zum Workshop:

Was sind Atome? Kleine Masseobjekte, die man anordnen kann, die aber auch stehende Wellen bilden können?

Aus einem Aufsatz von Kristina Giesel in SuW 6/11:

„Die Loop-Quantengravitation LQG beschreibt den Raum nicht als kontinuierliches Gebilde, sondern durch ein Spin-Netzwerk verschiedener Kanten, die in Knotenpunkten, sog. Vertices aufeinandertreffen. Jeder Kante wird eine Spin-Quantenzahl zugeordnet, das sind positive Vielfache der Zahl ½…. Auch wenn der Raum auf makroskopischen Längenskalen als Kontinuum erscheint, würde man nach der LQG bei mikroskopischen Skalen nahe der Planck-Länge von 10-35 m diese polymerartige Struktur des Raums vorfinden.“

Diese Knoten und Kanten „bilden“ den Raum, sie liegen aber nirgends…Wie real ist also der Raum?

Albert Einstein: „Dem Theoretiker erscheinen die Erzeugnisse seiner Phantasie so notwendig und naturgegeben, dass er sie für gegebene Realitäten ansieht und angesehen wissen möchte.“

Stephen Hawking: „ Ich bin Positivist. Ich verlange nicht, dass eine Theorie der Realität entspricht, da ich nicht weiß, was das ist. Mich interessiert nur, ob die Theorie die Ergebnisse von Messungen vorhersagen kann.“

John A. Wheeler: „Sicher werden wir eines Tages die zentrale Idee hinter all dem als so einfach, so schön und so überzeugend erkennen, dass wir sagen werden: „Es könnte nicht anders sein!““

 

    


 

Anmeldeformular:

Hiermit melde ich mich verbindlich für den Workshop „Die Suche nach der Realität“ vom 8.10. bis 12.10. 2011 an.

Name:

Straße:

Wohnort:

Telefon:

Mailadresse:

Alter:

Ich bin bereit, die Teilnehmergebühr von 210.- (Jugendliche/Studenten) bzw. 230.- (Verdiener) für Fahrt, Unterkunft, Verpflegung und Programm zu zahlen.

Innerhalb einer Woche nach Anmeldung überweise ich 50.- Euro Anzahlung auf das Konto 130013310  (BLZ 52050353) z. Hd. Förderverein Schülerforschungszentrum, die restliche Gebühr ist bis zum 1.10.2011 zu zahlen.

Ich wünsche eine Unterbringung in einem Zwei-Bett-Zimmer (Aufpreis 20.-) oder Einzelzimmer (Aufpreis 40.-)  bzw. in der Ferienwohnung (Aufpreis 40.-): Wunsch unterstreichen!

Ich buche die Teilnahme am Outdoor-Event (Aufpreis 35.-): Ja … Nein: …

Ich möchte an den folgenden Arbeitsgruppen mitarbeiten:

Erstwunsch:

Zweitwunsch:

Drittwunsch:

Viertwunsch:

Unterschrift und Datum:

 

Bei Minderjährigen bestätigen bitte die Eltern:

Wir, die Erziehungsberechtigten von …………………………………  sind mit der Teilnahme am Workshop „Die Suche nach der Realität“ einverstanden und sind bereit, die Teilnahmegebühr zu zahlen.

 Unterschrift und Datum:

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