Verleihung des NatWorking Preises 2007
PhysikClub zum zweiten Mal für die höchste Auszeichnung, die bundesweit an naturwissenschaftliche Förderprojekte für Jugendliche vergeben wird, nominiert
Die Robert-Bosch-Stiftung verleiht (seit 2006 mit hohen Preisgeldern versehen) jährlich den Nat Working Preis an herausragende Projekte, in denen Schüler/innen in Kooperation von Schule und Universität an Forschung herangeführt werden.
2006 wurden 11 Projekte und jetzt 2007 wurden 5 Projekte nominiert.
Der PhysikClub ist erneut dabei. Unter den 5 nominierten Projekten werden die drei Preisgelder vergeben (1. Platz 50000.- 2.Platz 30000.-, 3.Platz 10000.-). Die Preisverleihung ist am 29.10. in Berlin. Zwei Betreuer und 5 Clubler werden teilnehmen.
5 PhysikClubler können an der Euroscience Open Forum 2008 in Barcelona teilnehmen.
Info der Stiftung:
Was wollen wir auszeichnen?
Inzwischen gibt es eine große Anzahl an Initiativen, die sich über konventionellen Unterricht, das Vermitteln von Faktenwissen und traditionelle Weiterbildungssysteme für Lehrer hinauswagen. Die Ausschreibung richtete sich an solche gemeinsamen Aktivitäten von Forschungseinrichtungen und Schulen, die Schüler für Naturwissenschaften und Technik begeistern und besonderes Augenmerk auf die Vermittlung von wissenschaftlichen Vorgehensweisen legen. Mit den Preisen sollen wegweisende Projekte an der Schnittstelle von Schule und Forschung identifiziert, bekannt gemacht und in ihrer Weiterentwicklung unterstützt werden.
Wer konnte sich bewerben?
Zur Bewerbung eingeladen waren gemeinnützige Initiativen, die sich mit Natur- und Ingenieurwissenschaften (alle Disziplinen einschließlich Medizin), Mathematik oder Informatik befassen und folgende Bedingungen erfüllen:
Lehrer und Wissenschaftler engagieren sich gemeinsam. Beteiligt sind mindestens eine Forschungseinrichtung und mehrere Schulen.
Die Initiativen bestehen seit mindestens einem Jahr, sind langfristig angelegt und können bereits erste Erfolge vorweisen.
Die Initiativen sind regional an einer Forschungseinrichtung (Universität, Fachhochschule, außeruniversitäre Forschungseinrichtung, Entwicklungsabteilung eines Unternehmens) und/oder an mehreren Schulen verankert.
Worauf achtete die Jury?
Wie werden aus Schülern eigenständig denkende, neugierige junge Menschen? Ist das Projektkonzept nachhaltig? Was bleibt, wenn der private Geldfluss nach einigen Jahren versiegt? Welche Rolle spielen die Lehrer? Für einen Preis in Frage kamen Initiativen, die die Jury überzeugen konnten, dass sie
Schüler für die Wissenschaft begeistern und authentisch Forschung vermitteln, d.h. Schüler können in den Projekten eigene Fragen formulieren und Experimente selbständig entwerfen, modifizieren, ihre Hypothesen überprüfen und eigene Lösungswege finden. Sie lernen hierbei die Prinzipien der Forschung kennen und treffen persönlich auf in der Forschung aktive Wissenschaftler;
auf einem guten Weg sind, Strukturen zu schaffen, die ihr langfristiges Bestehen sichern und die Projekte in den jeweiligen Institutionen organisatorisch verankern und ihre Finanzierung mittel- bis langfristig sichern. Die Projektpartner kommunizieren auf gleicher Augenhöhe. Durch die Initiative haben sich anhaltende Partnerschaften zwischen den Schulen und Forschungseinrichtungen gebildet;
Maßnahmen zur Sicherung und Steigerung der Qualität planen oder bereits durchführen, d.h. die Initiativen prüfen kritisch in regelmäßigen Abständen, ob sie ihre Ziele erreichen und suchen nach Verbesserungsmöglichkeiten. Rückmeldungen der Schüler, Lehrer und Wissenschaftler werden dokumentiert und ernst genommen. Positive Wirkungen auf das Interesse der Schüler und auf den Schulunterricht können mit qualitativen und/oder quantitativen Daten belegt werden;
im Erfahrungsaustausch mit ähnlichen Initiativen stehen, d.h. Projektvertreter vernetzen sich, nehmen an einschlägigen Tagungen zum Erfahrungsaustausch teil und machen ihr Wissen und ihren Erfahrungsschatz durch Internet, Publikationen und Vorträge anderen zugänglich.
Nicht für einen Preis in Frage kamen
kurze Veranstaltungen, die nur einmal pro Jahr stattfinden,
Aktivitäten, die ausschließlich der Werbung von Studierenden dienen,
Projekte, in denen die Vernetzung zwischen Schülern, Lehrern und Wissenschaftlern überwiegend über das Internet läuft und der persönliche Kontakt im Hintergrund steht,
Forschungsprojekte, wie zum Beispiel fachdidaktische Promotionsvorhaben oder sozialwissenschaftliche Untersuchungen zum Verhältnis zwischen Wissenschaft und Gesellschaft
Der NaT-Working Preis:
Es werden drei Preise von jeweils 50.000, 30.000 und 10.000 € verliehen. Darüber hinaus laden wir aus jedem der nominierten Projekte fünf Lehrer und Wissenschaftler ein, an der gesamteuropäischen Wissenschaftskonferenz Euroscience Open Forum vom 18. bis 22. Juli 2008 in Barcelona teilzunehmen, indem wir uns mit 800 € an den Reise- und Unterkunftskosten sowie Tagungsgebühren beteiligen.
Die Preisgelder können für die Umsetzung außergewöhnlicher gemeinsamer Aktivitäten von Schülern, Lehrern und Wissenschaftlern innerhalb der mit einem Preis ausgezeichneten Initiativen eingesetzt werden. Dies können beispielsweise sein:
gemeinsame Exkursionen,
Wissenschaftsfeste oder
die Umsetzung anspruchsvoller neuer naturwissenschaftlicher oder technischer Versuche und vieles mehr.
Bedingung für die Verwendung des Preisgeldes ist, dass es möglichst allen an der Initiative beteiligten Personen und Gruppen zugute kommt. Die Mittel können für Sachkosten, Reise- und Aufenthaltskosten und/oder studentische Hilfskräfte verwendet werden. Die Stiftung erwartet auch, dass die Preisträger bereit sind, ihre Projekte auf Stiftungsveranstaltungen und in Dokumentationen (Publikationen, Internet) so vorzustellen, dass andere davon lernen können.
Vor Ausbezahlung des Preisgeldes müssen die Preisträger die Pläne zur Verwendung des Geldes der Stiftung in knapper Form darlegen.

