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Kleinplanet Vesta in Bewegung

abgelegt unter:
Astronomieaktion vom Astronomischer Arbeitskreis Kassel, dem PhysikClub und der HNA
Wann 20.03.2010
von 19:00 bis 21:00
Wo Sternwarte Calden
Kontakttelefon 05674-7276
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Am 20.3. wird ab 20.00 Uhr in der Sternwarte Calden des Astronomischen Arbeitskreises Kassel bei wolkenfreiem Himmel u.a. der Kleinplanet Vesta und dessen Bewegung unter dem Sternenhimmel beobachtet.

Bei Bewölkung findet die Veranstaltung eine Woche später statt.

Von den „Kleinen“ unter den Planeten…

Fast 450 Planeten kennen wir inzwischen, davon sind 8 aus unserem Sonnensystem, die anderen kreisen um eigene Sonnen, die viele Lichtjahr von uns entfernt stehen.

Ein Planet muss nicht nur möglichst groß und kugelförmig sein, er muss auch seine Umgebung beherrschen und kontrollieren, also die kleinen Geröllteile und andere kleine Himmelskörper entweder durch die Schwerkraft an sich binden oder durch Bahnstörungen nach außen vertreiben.

Das hat der Pluto nachweislich nicht geschafft, er wurde deshalb im August 2006 zu einem Zwergplaneten „degradiert“.

Kleinplaneten (sie werden auch als Planetoiden oder Asteroiden bezeichnet) sind in der Regel noch kleiner, unförmiger, dafür aber millionenfach vorhanden. Die kleinsten sind nur wenige Zentimeter groß.

In unserem Sonnensystem bilden sie zwei Gürtel:

Einmal den Planetoidengürtel zwischen Mars und Jupiterbahn und dann den Kuipergürtel am Rand des Sonnensystems, jenseits der Neptunbahn. Aus diesem äußeren Ring aus Schutt und Eis stammen auch viele Kometen, die als verdampfende Bälle aus Eis und Staub in das innere unseres Sonnensystems kommen.

Mit den modernen Teleskopen werden wöchentlich neue sog. „Exoplaneten“ entdeckt, also Planeten anderer Sonnen. Wir beobachten aber auch die Scheiben aus Staub und Eis um junge Sterne, aus denen sich in Millionen Jahren neue Planeten bilden werden.

Boten des Lebens   

Staub, Eis und Gas früherer Sternengenerationen sammeln sich um junge in der Entstehung befindlichen Sterne an. Die Staubteilchen verschmelzen zu Körnern, die mit Eis überzogen sind, in dem sich auch viele organische Moleküle, die Grundbausteine des Lebens bilden.

Überall im Kosmos wo sich neue junge Sterne bilden, ist somit das Ausgangsmaterial für  Leben schon tonnenweise im Eis, das die Staubkörner umgibt,  vorhanden.

Leben scheint ein kosmisches Phänomen zu sein.

Aus diesen Körnern entstehen Milliarden von kleinen Himmelskörpern, die wir in unserem Sonnensystem Kometenkerne nennen und die mit diesen Bausteinen des Lebens angereichert sind. Sie sind nicht größer als wenige Kilometer. Aus ihnen bilden sich schließlich größere Planeten und Kleinplaneten. Zahlreiche „übrig gebliebene“, Kometenkerne bombardieren Millionen Jahre später dann  die neuentstandenen Planeten und bringen Wasser und vielleicht auch die Lebensbausteine auf die Oberflächen.

Übrigens entsteht der gewohnte Anblick eines Kometen erst in Sonnennähe, wenn das Eis verdampft und den millionen Kilometer langen Schweif bildet.

Die kleinsten Himmelskörper eines Planetensystems sind also auch die Boten des Lebens.

Gefahr aus dem All

Sie können aber auch viel Unheil bringen. Stürzt ein  Kleinplanet oder ein Kometenkern auf die Erde, so führt dies zu einer globalen Katastrophe.  Vielleicht lassen sich so Jahrmillionen zurückliegende Auslöschungen zahlreicher Lebensformen auf unserer Erde erklären.

Neueste Studien des Nürnberger Forschers Peter Schulte zeigen dass durch den Einsturz eines etwa 10 km großen Körpers vor 65 Millionen Jahren mehr als zwei Drittel aller Tier- und Pflanzenarten, u.a. auch die Dinosaurier, ausgestorben sind. Staub und Asche haben die Atmosphäre für viele Jahre verdunkelt. Dadurch gab es eine globale Abkühlung und die Nahrungskette wurde zerstört. Bäume und Plankton starben, damit die Nahrung für Pflanzenfresser, die die Nahrungsgrundlage für die Fleischfresser bildeten.

Vielleicht wird auch die Menschheit einmal von einem solchen Einsturz bedroht werden. Deswegen wird der Himmel von besonderen Teleskopen überwacht, die Kleinplaneten suchen, deren Bahn der Erde gefährlich nahe kommt.

Vesta am Himmel

In diesen Wochen ist der Kleinplanet Vesta die ganze Nacht über im Sternbild Löwe zu sehen, zwar bei unserem aufgehellten Himmel nicht mit dem bloßen Auge, aber immerhin mit einem Fernglas.

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Vortrag über Chaos und Kausalität der Natur 01.03.2012 18:00 - 19:30 — ASS, Neubau
Vortrag über sterbende Sterne 15.03.2012 18:30 - 20:00 — ASS, Neubau
Tag der offenen Tür in der Sternwarte Calden 24.03.2012 14:00 - 21:00 — Sternwarte Calden
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