Die Nacht der Sternschnuppen
| Wann |
12.08.2010 um 19:00 bis 13.08.2010 um 02:00 |
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| Wo | Sternwarte Calden |
| Kontakttelefon | 056747276 |
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In dieser Nacht ist das Maximum des Sternschnuppenschauers der Perseiden.
Bei wolkenfreiem Himmel beobachten wir von der Wiese der Sternwarte Calden aus.
Liege, Luftmatraze oder Iso-Matte bitte mitbringen. Mitfahrgelegenheit um 20.30 Uhr von der ASS.
Sternschnuppen sind Staubteilchen aus dem Planetensystem, die in der Lufthülle der Erde verglühen. Die Leuchtspur sehen wir als "Stern"schnuppe.
Stammen die Staubteilchen aus einem Kometen, so seinen die Sternschnuppen alle aus einem Punkt am Himmel zu kommen, bei den Perseiden liegt dieser im Sternbild des Perseus.
Weitere Info:
Vom 9. bis 13. August werden die Perseïden aktiv, einer der stärksten Meteorströme. Die Sternschnuppen entströmen scheinbar dem Sternbild Perseus, weshalb man von den Perseïden spricht. Die meisten Perseïdenmeteore sind in den Stunden nach Mitternacht zu sehen, wenn Perseus hoch am Himmel steht. Das ausgeprägte Maximum ist in der Nacht vom 12. auf 13. August zu erwarten, wobei mehr als hundert Sternschnuppen pro Stunde aufflammen. Mit rund 215 000 Kilometern pro Stunde sind die Perseïden recht schnelle Sternschnuppen.
Sternschnuppen sind kleine Staubteilchen, die in großer Höhe in der Atmosphäre verglühen und die Luft dabei zum Leuchten anregen. Diese Leuchtspur sehen wir als Sternschnuppe. Die Staubteilchen stammen sehr häufig aus Kometen, deshalb steigt die Anzahl der Sternschnuppen immer dann, wenn die Erde eine Kometenbahn kreuzt.
Dabei kommen die meisten Sternschnuppen nach 1.00 Uhr, wenn wir in "Fahrtrichtung" der Erde blicken (Vergleich: Bei Schneefall kommen die meisten Schneeflocken von vorne, aus der Fahrtrichtung. Sie scheinen aus einem Punkt heraus zu kommen, da sie parallel vom Himmel fallen). Sternschnuppen scheinen auch aus einem Punkt zu kommen, da die Staubteilchen auf parallelen Bahnen um die Sonne kreisen. Im August liegt dieser Punkt im Sternbild Perseus, deshalb der Name "Perseiden".
Es empfiehlt sich, außerhalb der Stadt den Himmel in östlicher Richtung zu beobachten.
Wünsch Dir was…: Sternschnuppen im August
Blickt man lange nachdem es richtig dunkel geworden ist in Richtung Nordosten, so sieht man ein charakteristisches Herbststernbild, das über dem Horizont nach oben steigt. Seine Sterne bilden die Form des Buchstabens „W“, es ist die Cassiopeia. Unter ihr, Richtung Horizont, steht das Sternbild Perseus, es gleicht einem auf dem Kopf stehenden „Y“. Zwischen beiden Sternbildern kann man auch zwei offene Sternhaufen erkennen, Ansammlungen junger Sterne, deren Anblick sich erst im Fernglas richtig erschließt.
Für das bloße Auge bietet der Sternenhimmel Anfang August ein grandioses Schauspiel, man kann den stärksten Sternschnuppenstrom des Jahres beobachten. Die Sternschnuppen scheinen alle aus einem Punkt (Radiant genannt) in der Nähe des Sternbildes Perseus zu kommen, deswegen spricht man von den Perseiden.
Sie sind zwischen dem 9. und 13. August zu beobachten, mit einem ausgeprägten Häufigkeitsmaximum in der Nacht vom 12. auf den 13. August.
Sternschnuppen sind die Leuchtspuren von winzigen, weniger als 1 cm großen, Staubteilchen aus unserem Planetensystem, die in großer Höhe in der Lufthülle der Erde verglühen. Das Nachleuchten der Luft sehen wir dann als „Stern“schnuppe. Die physikalische Ursache des Leuchtens entspricht derjenigen eines Blitzes. In beiden Fällen werden Elektronen von ihren Atomen getrennt, bei der Wiedervereinigung entsteht Licht. Da der Blitz in der dichten unteren Atmosphäre stattfindet, geht der Prozess des Elektroneneinfangs sehr schnell, in der Höhe von 60 km, in der viele Sternschnuppen leuchten, dauert es wegen der geringen Luftdichte viel länger. Das ist der Grund, warum der Blitz nur kurz aufleuchtet, eine Sternschnuppe dagegen länger zu sehen ist.
Pro Tag wächst die Masse der Erde um viele Tonnen, da ständig ein Staubregen aus dem Kosmos durch die Atmosphäre nach unten fällt. Die besonders zahlreichen, sehr kleinen Staubköner (Mikrometeorite) erreichen ohne Leuchtspur den Erdboden, sie bilden auch einen Teil des Tiefseeschlamms.
Viele der Staubteilchen stammen aus den Kernen von Kometen, das sind etwa 15 km große Brocken aus Eis und Staub, vereiste Geröllhaufen, die die Urmaterie unseres Sonnensystems enthalten. In der Nähe der Sonne verdampft das Eis und reißt dabei auch Staubkörner mit, die sich längs der Kometenbahn ansammeln und dann alle auf zueinander parallelen Bahnen um unsere Sonne kreisen. Kreuzt nun die Erde eine solche Kometenbahn, dann fliegen wir durch die Wolke aus Staubteilchen hindurch und besonders viele Sternschnuppen können beobachtet werden.
Die Perseiden gehören alle zum Kometen Swift-Tuttle, der die Sonne in 133 Jahren umkreist und das letzte Mal 1992 in Erdnähe war.
Die Entstehung des Radianten kann man sich leicht an einer Autofahrt durch fallenden Schnee klar machen: auch die Schneeflocken scheinen von vorne aus einem Punkt heraus zu kommen. Und natürlich sieht man mehr Schneeflocken in Fahrtrichtung als aus dem Rückfenster.
Beim Autofahren ist (vor allem für den Fahrer) der Blick nach vorne überlebenswichtig, für die Sternschnuppenbeobachtung dagegen nur ganz nützlich: In Fahrtrichtung der Erde blicken wir nach 1.00 Uhr nachts, die Anzahl der Sternschnuppen ist dann deutlich größer
Die meisten Sternschnuppen sind sehr lichtschwach, deswegen solle man nicht im Stadtgebiet beobachten, sehr empfehlenswert ist der Dörnberg oder Gebiete östlich von Kassel. Und man braucht viel Zeit und Geduld, eine Liege und warme Kleidung sind deshalb empfehlenswert. Aber: In der „langen Nacht der Sternschnuppen“ gibt es viele Gelegenheiten sich etwas zu wünschen.

