Anforderungen für Teilnehmer
abgelegt unter:
Wettbewerb,
JuFo
Subjektive Wahrnehmung eines Betreuers
Was spricht gegen eine Teilnahme bei Jugend forscht?
- Ein PhysikClub-Projekt gehört erst einmal uns und machen wir für uns und nicht für irgend einen Wettbewerb. Das heißt natürlich nicht, dass wir deswegen weniger sorglos oder weniger engagiert arbeiten.
- Ich zitiere hier einen PhysikClubler:
„Zum einen verfolge ich das Ziel eine Arbeit auf die Beine zu stellen, die sich nicht hinter einer Jugend-Forscht-Arbeit verstecken muss. Das bedeutet für uns, dass wir sauber und wissenschaftlich arbeiten müssen. Dies macht nicht immer Spaß, da oft schwierige Texte verfaßt werden müssen oder man peinlich genau Protokolle führen muss. Am Ende unserer Arbeit sollte eine etwa fünfzehnseitige schriftliche Arbeit stehen sowie einige Präsentationen mitsamt Plakaten und anderen Materialien. Das macht zwar alles eine Menge Arbeit und Stress, aber der Lerneffekt ist hoch (besonders fürs Abi) und am Ende ist man sehr stolz auf sich.“
Die 15 seitige Arbeit sollte nicht zum Normalfall werden, aber Möglichkeiten zu schaffen, mit Plakaten und Material eine Präsentation zu bestreiten, gehören zu jedem unserer Projekte. - Eine JuFo Arbeit sollte Mitte Januar in einer guten Fassung abgegeben werden. Das PhysikClub Projekt endet Ende Juni. Das bedeutet, dass mehr Zeit und mehr Luft für die Clubarbeit ist als für JuFo.
- Die Arbeitsbelastung für JuFo ist hoch, insbesondere wenn man sich das Ziel setzt auf den Landeswettbewerb zu kommen. Nicht alle wollen und können diese Belastung tragen.
Was spricht dafür:
- JuFo kann anspornen und die Arbeit vorantreiben. Mit dem Erfolg steigt auch der Spaßfaktor.
- Wer auf den Landeswettbewerb kommt, hat was für den Lebenslauf (die Unis suchen sich in Zukunft ihre Studenten teilweise vermehrt selbst aus) und wer Landessieger wird, erhält viele Vorteile.
- Um die geringen Preisgelder geht es nicht, aber die Erfahrung ein solches Projekt gemacht zu haben, die Beratung der Juroren und sicherlich auch vorher das Training und die Tipps vom Betreuer sind für die weitere Ausbildung unbezahlbar.
- Das Präsentieren vor einer Fachjury, eine Posterausstellung gestalten, eine Facharbeit schreiben…all das lernt man nur durchs Tun. Für die spätere Forschungs- und Berufstätigkeit sind diese Fertigkeiten wichtiger als nur das Fachwissen.
- Und ganz entscheidend: man lernt eine Sache durchzuhalten, am Ball zu bleiben und motivationale und zeitliche Engpässe zu überwinden. Und man lernt auch schreiben und das Formulieren von Sachtexten.
- Die Teilnahme am Landeswettbewerb muss anscheinend richtig gut sein, weil alle die, die da waren, wollen wieder hin…., es sind wohl auch die Kontakte der Teilnehmer/innen untereinander, die prägend sind und motivierend sind.
Anforderungen, die ihr an euch selbst stellen müsst:
- Effektiv arbeiten können, insbesondere bei den Treffen am Freitag.
- Sich strukturierte Aufgaben stellen, verfolgen und bewältigen können.
- Vorausschauend planen: Was ist bis wann realisierbar, was muss bis wann fertig sein.
- Möglichst Stillstand vermeiden und die JuFo – Arbeit immer mehr zum eigenen Anliegen machen.
- Vermehrt mehr als nur die zwei Clubstunden arbeiten, also freitags länger oder sich zusätzlich während der Woche treffen oder an selbst gestellten Aufgaben arbeiten.
- Engagement zeigen und selbst aktiv werden: Handeln, beobachten, messen, bauen, schreiben, organisieren, recherchieren...
- Bereitschaft haben, einen Teil der sonst so gemütlichen Freizeit für das Projekt zu reservieren. Nicht nur dann an JuFo arbeiten, wenn man grad nichts anderes vor hat, sondern sich gezielt Freiräume für die JuFo Arbeit verschaffen. Je näher die Wettbewerbe kommen, desto stärker wird diese Bereitschaft gefordert sein. Und wer schließlich Landessieger wird, lernt ein vollkommen neues "Osterferien-Gefühl" kennen...und findet es hinterher richtig toll...
- Diese Anforderungen werden dann auch bei Diplomarbeiten und Examensarbeiten wichtig, und ein Vorteil einer JuFo - Tielnahme ist es, dass man solche Anforderungen dann schon trainiert hat und meistens dadurch kann.
- Auch hierzu möchte ich wieder einen von euch zitieren:
„Bei all diesen Themen muss ich allerdings eine kleine zusätzliche Anmerkung machen. Ich habe dazu noch keine Idee zu einem konkreten Ziel, dass wir aber unbedingt brauchen. Es reicht also nicht sich ein Thema herauszusuchen, dass interessant klingt und sich ein wenig damit beschäftigen, sondern es muss sich eine konkrete Fragestellung überlegt werden, die wir verfolgen wollen. Generell sind Mittel und benötigtes Wissen erst einmal zweitrangig, da sich schon oft herausgestellt hat, dass man irgendwoher seine Mittel bekommt und man doch mehr auf dem Kasten hat, als man zu Anfang glaubt.“ - Für den Regionalwettbewerb reichen alle Projekte, die wir haben, wenn man sie nur noch in einer Arbeit erläutert, allemal aus. Aber ihr habt mehr von JuFo, wenn ihr auf den Landeswettbewerb kommt: Einen besseren Kontakt zu anderen Teilnehmern, eine erneute Beratung durch die Fachjury…das Weiterkommen zum Bundeswettbewerb dann ist eine Mischung aus Glück, Menge und Qualität der Konkurrenz, Bewertung durch die Jury und natürlich der Qualität der eigenen Arbeit und all das ist nicht immer optimal beeinflussbar.
- Jedes der Projekte des PhysikClubs ist für JuFo geeignet, wenn eine Fragestellung entwickelt wird, die zu einer vertieften Untersuchung führt. Und die ganz jungen Teilnehmer können ohne Probleme bei „Schüler experimentieren“ mitmachen.
- Aber noch einmal: JuFo ist nicht unser eigentliches Ziel. Aber der letztlich persönliche Nutzen an JuFo war für alle bisherigen Teilnehmer sehr hoch, so dass ich wie auch bisher (auch mit Kritik!) alle Wagemutigen unterstützen werde, mit Rat und Ideen, aber arbeiten und Schwierigkeiten überwinden und Engagement zeigen, das müsst ihr selbst.
Möglicher grober Fahrplan zum Regiowettbewerb:
- Bis zu den Herbstferien sollten die Aspekte, unter denen die Arbeit eingereicht wird, klar sein und bis Ende der Herbstferien sollten die experimentellen Aspekte auf dem guten Weg zur Funktion sein.
- Bis 30.11. muss man sich mit einer Kurzfassung der Projektidee (ein paar Zeilen) anmelden. Die Anmeldung kann man jederzeit danach zurückgezogen werden, aber ohne Anmeldung kann man nicht teilnehmen.
- Bis zu den Weihnachtsferien werden die Experimente und Auswertungen vorläufig abgeschlossen, die Struktur der Arbeit ist im Kopf und wird in den W-Ferien zu Papier gebracht. Nach den W – Ferien (Abiturienten möglichst noch in den Ferien) sollten die Poster fertig gestellt werden. Der Regiowettbewerb ist dann Mitte Februar 2006. Unterschätzt den Zeitbedarf für das Schreiben und Korrigieren von Arbeit und Postern nicht!!
- Je nach finanziellem Zustand des PhysikClubs können wir einen Teil oder alles der Posterkosten bezahlen, die Fahrtkosten zum Wettbewerb werden euch von JuFo erstattet. Verbrauchsmaterialien (Papier, Kopier- und Druckpatronenkosten etc.) solltet ihr aber selbst oder von den Eltern zahlen müssen.
- Die Anmeldung sollte unter PhysikClub Kassel erfolgen.

